Eltern fragen sich oft: Was hilft meiner Familie wirklich, damit wir den Umgang mit Geld lernen? Zwischen steigenden Preisen, neuen digitalen Tools und dem ersten eigenen Girokonto der Jugendlichen ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten.
Hinzu kommt, dass das Thema Geld in vielen Kulturen ein Tabu ist, was den offenen Umgang damit zusätzlich erschwert.
In diesem Ratgeber findest du eine klare Anleitung, wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene Schritt für Schritt den Umgang mit Geld festigen, besser Geld umgehen und langfristig sparen. Wir bündeln die besten Tipps, zeigen eine Übersicht fürs Budget und geben Beispiele, wie du Ausgaben in den Griff bekommst. Finanzbildung ist kein Schulfach für wenige, sondern Teil des Lebens in Deutschland – und jede Familie kann am besten heute starten. Der Austausch mit anderen kann dabei helfen, Wissen und Erfahrungen zu teilen.
Grundlagen: Warum der Umgang mit Geld heute so wichtig ist
Was bedeutet „Umgang mit Geld“ – und warum betrifft es jede Familie?
Der Umgang mit Geld entscheidet täglich über Grundbedürfnisse, kleine Wünsche und große Entscheidungen. Wer den Umgang mit Geld lernen möchte, beginnt am besten mit einem realistischen Bild der eigenen Finanzen: Einnahmen, Ausgaben, Sparziele und Risiken. Eltern prägen Kinder stark – und Jugendliche übernehmen vieles, was sie zu Hause sehen. Gleichzeitig müssen Erwachsene ihr eigenes Budget im Blick behalten, damit niemand in Schulden rutscht. Menschen erleben unterschiedliche Herausforderungen: eine neue Wohnung, ein kaputtes Handy, höhere Preise durch Inflation. Gute Informationen, ruhige Entscheidungen und passende Tools helfen, Geldproblemen vorzubeugen.
Finanzbildung in Deutschland: Was sagen Studien – und was heißt das für dich?
„Finanzbildung gehört zu den Kernkompetenzen fürs Leben“, betont die OECD. Auch die Verbraucherzentrale rät, Ausgaben regelmäßig zu prüfen und ein Haushaltsbuch zu führen. In Deutschland zeigen Untersuchungen, dass viele Menschen mehr Finanzbildung wünschen – besonders zu Budget, Girokonto, Sparen und Geldanlagen. Die besten Ergebnisse erzielen Familien, die offen über Geld sprechen, Fragen zulassen und gemeinsam in Schritten üben. Genau darum geht es in diesem Artikel: um eine praxistaugliche Anleitung, mit der jeder den Umgang mit Geld lernen und dauerhaft besser Geld umgehen kann.
Schritt‑für‑Schritt: Umgang mit Geld lernen in jedem Alter
Kinder (0–10): Was hilft am besten beim Start?
Kinder verstehen Geld, wenn sie es erleben. Am besten beginnt ihr klein: gemeinsam einkaufen, kleine Preise vergleichen und das erste Taschengeld festlegen. Laut Stiftung Warentest bietet eine Taschengeld‑Tabelle Orientierung für die angemessene Höhe. Das Ziel: den Umgang mit Geld lernen, ohne Druck. Nutzt einfache Beispiele: „Heute steht ein Einkauf an – was passt ins Budget?“ So lernen Kinder, was wirklich wichtig ist, und dass Geld begrenzt zur Verfügung steht. Kinder sollten dabei auch eigenständig entscheiden dürfen, für was sie ihr Geld ausgeben und sich ab und zu etwas kaufen, das ihnen wichtig ist. Kleine Sparziele geben Motivation, und mit jedem Schritt wächst der sichere Umgang mit Geld. Eltern sollten ihren Kindern mit zunehmendem Alter schrittweise mehr Verantwortung im Umgang mit Geld übertragen.
Jugendliche (11–16): Girokonto, Handy & erste Ausgaben
Jugendliche möchten selbst entscheiden – das ist gut. Jetzt ist die beste Zeit, ein Jugend‑Girokonto zu eröffnen, um den Umgang mit Geld zu üben. Sprecht über Ausgaben fürs Handy, Abos und kleine Geldanlagen wie einen ETF‑Sparplan (nur als Beispiel, keine Beratung). Der Fokus bleibt: Was kommt rein (Einnahmen)? Was geht raus (Ausgaben)? In klaren Schritten lernen Jugendliche, Geld umgehen, vergleichen Preise und verstehen, warum Sparen Freiheit schafft. Eltern begleiten, stellen Fragen und geben Tipps, ohne alles zu bestimmen. So wird aus Theorie gelebter Umgang mit Geld.
Erwachsene und Eltern: Budget, Schuldenprävention, Sicherheit
Erwachsene tragen Verantwortung für Kinder – und für die eigenen Finanzen. Wer ein Budget führt, sieht am besten, wo Ausgaben steigen und wo Sparen möglich ist. Legt Sparziele fest, zahlt zuerst euch selbst und prüft Versicherungen. Achtung: Schulden sind nicht per se schlecht (z. B. Baukredit), aber unkontrollierte Raten können zu Geldsorgen führen. Bei Schwierigkeiten holt ihr euch früh Beratung, etwa bei der Schuldnerberatung. Gute Finanzbildung bedeutet, dass jeder die wichtigsten Informationen versteht, Risiken einschätzen kann und Entscheidungen bewusst trifft – Schritt für Schritt.
Praxis: Budget, Tools und eine klare Übersicht
Budget aufsetzen: Einnahmen und Ausgaben im Griff
Ein Haushaltsbudget ist die beste Basis, um den Umgang mit Geld zu festigen. Startet mit einer einfachen Übersicht: Welche Einnahmen habt ihr monatlich, welche Ausgaben sind fix (Wohnung, Energie, ÖPNV), welche variabel (Einkauf, Freizeit)? So bekommt ihr Ausgaben in den Griff, habt euer Budgetgeld im Blick und könnt am besten planen. Bewusste Kaufentscheidungen helfen dabei, das Budget einzuhalten und finanzielle Reserven für unerwartete Ausgaben aufzubauen.
Kategorie | Einnahmen/Ausgaben | Betrag (€) |
|---|---|---|
Einnahmen (Netto) | Einnahmen | 3.200 |
Miete/Wohnung | Ausgaben | 1.100 |
Lebensmittel/Einkaufen | Ausgaben | 500 |
Mobilität/ÖPNV/Handy | Ausgaben | 150 |
Freizeit/Kinder | Ausgaben | 200 |
Rücklagen/Sparen | Ausgaben | 300 |
Notgroschen | Ausgaben | 150 |
Übriges | Ausgaben | 100 |
Tipp: Nutzt die 50‑30‑20‑Regel als Beispiel und passt sie an eure Lage an. Wichtig ist nicht Perfektion, sondern dass ihr in Schritten besser Geld umgehen lernt.
Zusätzlicher Tipp: Um Spontankäufe zu vermeiden, hilft die 10-Minuten-Regel: Überlegt vor jedem Kauf mindestens zehn Minuten, ob ihr den Artikel wirklich braucht.
Digitale Tools, Konto und Sparziele
Digitale Tools helfen, den Umgang mit Geld im Alltag zu verankern. Verknüpft euer Konto, kategorisiert Ausgaben automatisch und visualisiert Sparziele. Das senkt Hürden, liefert schnelle Infos und macht Sparen greifbar. Ein gemeinsames Familien‑Konto für regelmäßige Ausgaben kann sinnvoll sein; Jugendliche üben parallel am eigenen Girokonto. Was motiviert am besten? Kleine Erfolge: ein sichtbarer Balken fürs Sparziel, ein Haken für jeden Einkauf ohne Spontankauf. So lernen alle, Geld umgehen – und der Umgang mit Geld wird Gewohnheit.
Geldanlagen verstehen: Kapital, Risiken und Beispiele
Wer den Umgang mit Geld lernen will, sollte die Grundlagen von Geldanlagen kennen. Was ist Rendite, was ist Risiko? Beginnt mit sicheren Bausteinen (Notgroschen), denkt über breit gestreute Geldanlagen nach, und vermeidet „alles auf eine Karte“. Beispiel: monatlich 50 € sparen – über Jahre kann Kapital wachsen. Beachtet Risiken, informiert euch und holt im Zweifel Beratung. Niemand muss alles wissen; was zählt, ist ein klarer Überblick über Ziele, Laufzeiten und die eigene Risikotoleranz.
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Werte, Glaubenssätze und Entscheidungen in der Familie
Geld ist „Teamarbeit“: Was Kinder von Erwachsenen lernen
Kinder beobachten Erwachsene – was sie sehen, prägt den Umgang mit Geld. Sprecht über Glaubenssätze („Über Geld spricht man nicht“), ersetzt sie durch hilfreiche Aussagen („Wir planen gemeinsam und treffen gute Entscheidungen“). So lernen Kinder, dass Geld kein Tabu ist. Fragt gemeinsam: Was brauchen wir wirklich? Was macht Spaß? Welche Dinge sind uns wichtig? In kleinen Schritten stärkt ihr Bildung rund ums Thema Geld – und jeder gewinnt Sicherheit.
Regeln, Routinen und Beispiele aus dem Alltag
Legt feste Geld‑Routinen fest: wöchentliche 15‑Minuten‑Sitzung, in der ihr Ausgaben prüft, Sparziele checkt und offene Fragen klärt. Bezieht Kinder ein: ein kleiner Einkauf, Preise vergleichen, am besten bar bezahlen, damit der Umgang mit Geld greifbar wird. Einmal im Monat erstellt ihr eine Übersicht, schaut auf die Höhe der Rücklagen und prüft, was gut lief. So bleibt ihr handlungsfähig, behaltet die Finanzen in der Hand und bringt den Umgang mit Geld dauerhaft auf Kurs.
Taschengeld, Schule und der erste eigene Rahmen
Taschengeld als Lernfeld – fair, klar, konsequent
Taschengeld ist ein starkes Werkzeug, um den Umgang mit Geld lernen zu können. Macht die Höhe transparent, zahlt regelmäßig aus und verhandelt nicht nach jedem Wunsch. In der Schule wird das Thema nur punktuell behandelt – zu Hause lernt man am besten. Jugendliche planen Ausgaben, sparen auf Ziele und erleben, was es heißt, Geld umgehen zu können. Eltern bleiben auf der Seite der Kinder, erklären Möglichkeiten und Grenzen. So entsteht ein gutes Bild von Geld und Verantwortung.
Praxisbeispiele für Kinder und Jugendliche
Wöchentliche Spar‑Challenge: Wer sein Taschengeld nicht sofort ausgibt, legt einen Teil aufs Konto.
„Einkauf unter 5 €“: Kinder vergleichen im Laden, was günstiger ist und warum.
Handy‑Abo‑Check: Jugendliche prüfen, was wirklich gebraucht wird.
Mini‑Job: Erste Einnahmen dokumentieren, Ausgaben vergleichen, Sparziele definieren.
Häufige Fehler – und wie ihr sie vermeidet
Von Schulden bis Spontankauf: Was läuft oft schief?
Kein Überblick: Ohne Budget fehlen Informationen für gute Entscheidungen.
Spontankäufe: Spaß im Moment, aber später Geldsorgen.
Unklare Ziele: Ohne Sparziele fehlt Richtung.
Verdrängen: Nichts tun verschlimmert Schwierigkeiten – am besten früh handeln.
Vergleichsdruck: Andere Leute scheinen alles zu haben; doch niemand sieht alle Zahlen.
Was hilft wirklich – die besten, sofort umsetzbaren Tipps
Setzt ein einfaches Budget auf und überprüft es in Schritten.
Legt ein Notfall‑Konto an.
Automatisiert Sparen am Monatsanfang.
Nutzt Tools für Übersicht und Infos.
Sprecht als Familie regelmäßig über das Thema und stellt Fragen.
FAQ: Die häufigsten Fragen zum Umgang mit Geld
Was heißt „Umgang mit Geld lernen“ konkret?
Es bedeutet, Einnahmen und Ausgaben zu kennen, Sparziele zu setzen und in Schritten zu üben – so könnt ihr sicher Geld umgehen.
Was ist das beste Alter, um mit Taschengeld zu starten?
Ab der Grundschule – die genaue Höhe hängt vom Kind ab. Die Stiftung Warentest bietet dazu Infos und Beispiele.
Was tun bei Schulden oder drohenden Geldproblemen?
Holt früh Beratung, schafft Überblick und stoppt neue Ausgaben. Kleine Schritte helfen am besten – niemand muss das alleine lösen.
Was brauchen Jugendliche für einen sicheren Start?
Ein Girokonto, klare Regeln und Übung im Umgang mit Geld: Preise vergleichen, Ausgaben tracken, Sparziele definieren.
Was hilft Erwachsenen, dranzubleiben?
Regelmäßige Budget‑Checks, feste Routinen und Tools, die die Finanzen in der Hand halten – so bleibt der Umgang mit Geld stabil.
Fazit: In kleinen Schritten den Umgang mit Geld festigen – gemeinsam leichter sparen
Was bleibt? Wer den Umgang mit Geld lernen will, fängt am besten heute an: Überblick schaffen, Budget setzen, Ausgaben prüfen, Sparziele definieren und mit Kindern offen sprechen. So lernen Jugendliche, Geld umgehen, und Erwachsene behalten Entscheidungen in der Hand. Mit LiloPlus fällt das leichter: gemeinsames Sparen in der Familie, digitale Sparziele mit klarer Übersicht und eine Einladungsfunktion für Freundinnen, Freunde und Großeltern. Das gibt Orientierung und macht Sparen im Alltag einfacher – Schritt für Schritt. Probiere es aus: Lege jetzt ein Sparziel an, teste ein gemeinsames Konto‑Budget und feiere kleine Erfolge. Mehr erfahren über LiloPlus.
Geschrieben von
Wir sind die Spar-App für Familien. Mit der LiloPlus-App wird das Sparen für Kinder zur Gemeinschaftssache mit der ganzen Familie. Eltern werden entlastet und die Zukunft der Kinder wird gestaltet.
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