Das Baby ist da und plötzlich dreht sich alles um Stillen oder Fläschchen, Nähe, Schlaf und dieses besondere Ankommen als Familie. Nach der Entbindung tritt das Baby in die Welt außerhalb des Mutterleibs ein und beginnt, sich an seine neue Umgebung anzupassen. Das Puerperium ist eine wichtige Phase nach der Entbindung, in der die Regeneration des Körpers der Mutter im Mittelpunkt steht. Nach dem letzten Trimester der Schwangerschaft beginnt nun die postnatale Phase mit neuen Herausforderungen und Aufgaben. In diesem Artikel findest du alle wichtigen Infos zu den To-dos nach der Geburt. Gleichzeitig laufen im Hintergrund ein paar Fristen und Untersuchungen, die du nicht verpassen willst. Genau dafür ist dieser Guide gedacht: als klare Timeline von Woche 1 bis Monat 6 mit dem, was medizinisch wichtig ist (U-Untersuchungen, Screenings, Impfstart) und was organisatorisch dransteht (Standesamt, Krankenkasse, Elterngeld, Kindergeld, Kita).
Woche 1 nach der Geburt: Erstmal ankommen – und die wichtigsten Basics sichern
In der ersten Woche steht vor allem eines im Vordergrund: Ruhe, Bonding und Erholung. Parallel passieren viele Dinge automatisch, besonders wenn du in einer Klinik oder einem Geburtshaus entbunden hast. Medizinisch gehören jetzt die ersten Früherkennungsuntersuchungen dazu: Die U1 findet direkt nach der Geburt statt und prüft die grundlegenden Lebensfunktionen. Die U2 folgt in den ersten Tagen nach der Geburt (typischerweise zwischen dem 3. und 10. Lebenstag) und ist die erste umfassendere Untersuchung, bei der der allgemeine Gesundheitszustand, Reflexe, Organe und Entwicklungsschritte sowie die Entwicklung des Kindes in den ersten Tagen nach der Geburt geprüft werden. In dieser Zeit beginnt auch die Rückbildung der Gebärmutter und die Heilung eventueller Geburtsverletzungen. Bei anhaltendem Fieber, starken Schmerzen, Blutungen oder anderen ungewöhnlichen Symptomen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Ebenfalls in diesen ersten Tagen finden häufig Neugeborenen-Screenings statt. Was genau wann läuft, hängt davon ab, ob du in der Klinik bist oder eine Hausgeburt hattest. In vielen Geburtskliniken werden wichtige Screenings routinemäßig organisiert, zum Beispiel das erweiterte Neugeborenen-Screening (Bluttest) auf seltene, aber behandelbare angeborene Erkrankungen. Bei einer Hausgeburt übernimmt die Hebamme die Nachsorge direkt bei den Familien zu Hause und unterstützt bei der Pflege des Säuglings sowie bei den ersten Screenings.
Organisatorisch ist Woche 1 oft die Phase, in der du Dinge anstoßen kannst, ohne dich zu überfordern: Die Geburt muss in Deutschland beim Standesamt angezeigt werden, gesetzlich gilt dafür in der Regel eine Frist von binnen einer Woche. Viele Kliniken übernehmen die Anzeige beziehungsweise unterstützen dabei, bei einer Hausgeburt erfolgt die Anzeige meist selbst, je nach Ablauf vor Ort.
Außerdem brauchst du Geburtsurkunden (am besten mehrere Ausfertigungen), weil sie für verschiedene Anträge verlangt werden. Kurz danach lohnt es sich, die Krankenkasse zu informieren und das Baby als Säugling anzumelden beziehungsweise in die Familienversicherung aufzunehmen, je nachdem, wie ihr versichert seid. Die Krankenversicherung übernimmt in der Regel die Kosten für die Nachsorge durch die Hebamme, insbesondere in den ersten Wochen nach der Geburt. Beim Thema Elternzeit ist vor allem wichtig, die geltenden Fristen zu kennen und sauber zu planen.
Woche 2 bis 4 nach der Geburt: Wochenbett, Nachsorge und die großen Anträge
Zwischen Woche 2 und 4 beginnt sich vieles etwas einzuspielen. Medizinisch rückt jetzt die U3 in den Fokus, die meist in der 4. bis 5. Lebenswoche stattfindet. Gerade, weil Kinderarztpraxen je nach Region stark ausgelastet sind, ist es sinnvoll, früh einen Termin zu sichern.
In dieser Zeit ist die Wochenbett-Betreuung durch die Hebamme ein wichtiger Bestandteil der Nachsorge. Sie unterstützt nicht nur bei der körperlichen Rückbildung und Wundheilung – insbesondere bei der Rückbildung der Gebärmutter und der Erholung des Körpers –, sondern auch beim Stillen/Ernährung, Gewichtsentwicklung, Fragen zur Babypflege und dem emotionalen Ankommen. Frauen erhalten in dieser sensiblen Phase gezielte Unterstützung und Betreuung, um sich bestmöglich zu erholen. Die Hebamme steht auch beim Stillen beratend zur Seite und hilft bei Problemen oder Fragen zur richtigen Stillposition.
Für die ersten Wochen im Wochenbett helfen praktische Tipps, wie ausreichend Ruhe, Hilfe im Haushalt annehmen und auf die Signale des eigenen Körpers zu achten, um die Erholung zu fördern. Das neue Leben mit dem Baby bringt viele Veränderungen, nehmt euch Zeit, euch als Familie auf die neue Lebenssituation einzustellen.
Bürokratisch ist das meist der Moment, in dem du die zwei wichtigsten finanziellen Anträge losschickst: Elterngeld und Kindergeld. Beim Elterngeld gilt: Je früher du den Antrag einreichst, desto weniger Stress entsteht später. Außerdem ist entscheidend zu wissen, dass Elterngeld in der Regel nur bis zu drei Lebensmonate rückwirkend gezahlt wird.
Kindergeld beantragst du über die Familienkasse. Falls ihr noch keinen festen Kinderarzt ausgewählt habt, ist spätestens jetzt ein guter Zeitpunkt, allein wegen U3, Impfberatung und weiterer Termine.
In dem Partnerartikel von Elterngeld Buddy erfährst du welche Bürokratischen To-Do’s vor der Geburt auf euch zu kommen.
Der Elterngeldantrag ist oft die größte Hürde nach der Geburt. Mit der App von Elterngeld Buddy klickst du dich einfach durch einen smarten Chat. Du beantwortest verständliche Fragen und am Ende steht dein fertiger Antrag als PDF – ohne Vorwissen und ohne Stress. Damit du dich auf das Wesentliche konzentrieren kannst: deine Familie.
Monat 1 bis 2: Wochenbett abschließen, Unterstützung holen, Vorsorge sortieren
Zwischen dem ersten und zweiten Monat schließen viele Familien die intensive Wochenbettzeit ab. Manche brauchen danach keine zusätzliche Hilfe, andere merken: Ein kurzer Check-in zur Still- oder Ernährungsberatung kann Gold wert sein. Neben körperlichen Herausforderungen können nach der Geburt auch psychische Probleme wie Wochenbettdepression, Baby-Blues oder Wochenbettpsychose auftreten: hier ist es besonders wichtig, frühzeitig Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Wichtig ist hier weniger ein „muss“, sondern eine alltagsnahe Haltung: Wenn sich etwas dauerhaft schwierig anfühlt (Stillen, Gewicht, Unruhe, Schlaf, Unsicherheit), ist Unterstützung kein Extra, sondern eine sinnvolle Entlastung.
Organisatorisch entsteht jetzt oft etwas Luft, um die finanzielle Vorsorge einmal in Ruhe zu denken. Viele Eltern starten in dieser Phase mit einem langfristigen Sparziel fürs Kind, zum Beispiel über ein Depot. Und falls du gerne gemeinsam mit Familie und Freundeskreis sparen willst, ist das auch ein natürlicher Zeitpunkt, ein gemeinsames Ziel aufzusetzen, damit Großeltern, Pat:innen oder enge Freunde zu Anschaffungen wie Babybett oder Kinderwagen unkompliziert beitragen können. Viele Familien nutzen die LiloPlus-App, um gemeinsam mit ihren Liebsten bereits früh für ihr Kind zu sparen, um ohne Sorgen ins Familienleben zu starten.
Außerdem tauchen ab jetzt häufig erste Versicherungsfragen auf. Ein typisches Beispiel: Prüfen, ob das Kind in der privaten Haftpflicht als mitversichert gilt oder ob ihr eure Police anpassen müsst (das ist je nach Tarif unterschiedlich). In der Praxis reicht oft ein kurzer Blick in die Vertragsunterlagen oder ein Anruf beim Versicherer.
Monat 2 bis 3: U4, Impfstart nach Beratung und Rückbildung für die Mutter
Im Zeitraum von Monat 2 bis 3 stehen häufig die nächsten Vorsorgebausteine an. Hier fällt typischerweise die U4 hinein und damit auch die intensivere Phase rund um Impfaufklärung und Impfstart. Für Deutschland ist der wichtigste Kompass der Impfkalender der STIKO am Robert Koch-Institut, der regelmäßig aktualisiert wird. Entscheidend ist: Die konkrete Planung passiert am besten gemeinsam mit eurer Kinderarztpraxis, insbesondere, wenn besondere Faktoren wie Frühgeburt oder Vorerkrankungen eine Rolle spielen.
Für viele Mütter beginnt in dieser Zeit außerdem die Rückbildung. Je nach Kasse und Kursmodell werden Rückbildungskurse übernommen; Bedingungen und Details unterscheiden sich. Auch hier gilt: Früh schauen lohnt sich, weil gute Kurse schnell ausgebucht sind. Neben den körperlichen Veränderungen ist es wichtig, auf die emotionale Gesundheit zu achten, Stimmungsschwankungen sind normal, jedoch kann eine Wochenbett Depression auftreten. Die Wochenbettdepression ist eine ernsthafte psychische Erkrankung nach der Geburt, die über den Babyblues hinausgeht und frühzeitig erkannt und behandelt werden sollte. Die Hebamme spielt eine wichtige Rolle bei der Früherkennung und Unterstützung.
Organisatorisch wird in diesem Zeitfenster oft ein weiterer Punkt plötzlich dringend: Kita- oder Betreuungsplatz. Je nach Region kann es notwendig sein, sehr früh aktiv zu werden. Auch wenn es sich emotional „zu früh“ anfühlt, ist das leider in vielen Städten Realität. Parallel lohnt sich ein offenes Gespräch darüber, wie ihr Arbeitszeiten und Betreuung langfristig aufteilen wollt.
Die ersten Monate mit Baby sind intensiv. Damit die Zukunft deines Kindes zwischen U-Terminen und Anträgen nicht zu kurz kommt, gibt es LiloPlus. Spare regelmäßig oder für konkrete Wünsche wie den Kinderwagen – gemeinsam mit Familie und Freunden. Transparent, flexibel und ganz einfach.
Monat 3 bis 6: U5, weitere Impfungen und Betreuung wirklich startklar machen
Zwischen dem dritten und sechsten Monat geht es darum, Routine zu gewinnen – und die nächsten Meilensteine nicht aus den Augen zu verlieren. In diese Phase fällt meist die U5, außerdem stehen – je nach Impfplan – weitere Impfungen an.
Wenn absehbar ist, dass die Betreuung startet, beginnt jetzt die konkrete Vorbereitung: Eingewöhnung planen, Verträge und Abholberechtigungen sortieren, Notfallkontakte festlegen und den neuen Tagesrhythmus einmal testweise durchdenken.
Mini-Checkliste zum Abhaken (kompakt)
Woche 1
U1 (direkt nach Geburt)
U2 (3.–10. Lebenstag)
Neugeborenen-Screenings (z. B. Stoffwechseltest, Hörtest – je nach Ablauf)
Geburt beim Standesamt anzeigen (Frist i. d. R. 1 Woche)
Geburtsurkunden beantragen (mehrere Exemplare)
Krankenkasse informieren & Baby anmelden/mitversichern
Elternzeit bei Arbeitgeber anmelden (Fristen prüfen)
Woche 2–4
U3 (4.–5. Lebenswoche)
Hebammen-Nachsorge / Wochenbett
Elterngeldantrag versenden
Kindergeld beantragen
Kinderarzt festlegen (falls noch offen)
Monat 1–2
Abschluss Wochenbettbetreuung
Still-/Ernährungsberatung (bei Bedarf)
Finanzielle Vorsorge starten (z. B. Depot fürs Kind)
Versicherungen prüfen (z. B. Haftpflicht-Erweiterung)
Monat 2–3
U4
Impfaufklärung & Impfstart (nach ärztlicher Beratung)
Rückbildungskurs
Kita-/Betreuungsplatz final beantragen (regional oft sehr früh)
Betreuung/Arbeitszeiten weiter abstimmen
Monat 3–6
U5
Weiterführende Impfungen (laut Empfehlung & individueller Entscheidung)
Betreuungsstart vorbereiten (Eingewöhnung, Verträge)
Fazit
Nach der Geburt fühlt sich alles gleichzeitig wichtig an, aber du musst nicht alles sofort perfekt erledigen. Wenn du dich an einer einfachen Timeline orientierst, hast du die wichtigsten Vorsorge-Termine (U-Untersuchungen, Screenings, Impfberatung) und die zentralen Fristen (Standesamt, Krankenkasse, Elterngeld, Kindergeld) zuverlässig im Blick. So bleibt mehr Kopf frei für das, worum es eigentlich geht: euch als Familie, euer Tempo und ein gutes Ankommen in dieser neuen Lebensphase.
Geschrieben von
Wir sind die Spar-App für Familien. Mit der LiloPlus-App wird das Sparen für Kinder zur Gemeinschaftssache mit der ganzen Familie. Eltern werden entlastet und die Zukunft der Kinder wird gestaltet.
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